es gibt wichtigeres als den preis

eine anfrage per mail, die sich auf ein kindermöbel bezieht. bei einem händler vor ort möchte man nicht kaufen, weil sie sich von ihm nicht gut betreut fühlten. allerdings hätten sie sich schon auf einen preis geeinigt – ob wir da auch mithalten könnten.
die gute nachricht zuerst: offensichtlich ist der preis nicht immer ausschlaggebend bei einer kaufentscheidung.
allerdings können und wollen wir bei dem vorgelegten angebot nicht mithalten. insofern ist der preis für uns ausschlaggebend für die verkaufsentscheidung.
aktuelles rechenbeispiel: das kindermöbel kostet knapp 1000 € brutto. das vorgelegte angebot liegt bei 850 € brutto. (ich habe jeweils um 1 euro aufgerundet, damit das mit dem prozentrechnen besser klappt)
unser einkaufspreis liegt bei 550 € netto. rechnen müssen sie jetzt selber. und ich gebe zu bedenken, dass das möbel für den o.g. kurs noch nicht eingelagert, kontrolliert und ausgeliefert ist.

8 Kommentare zu “es gibt wichtigeres als den preis

  1. Hallo Oliver,
    diese Art der „Kontaktaufnahme“ ist auch mir bekannt;)
    Du tust gut daran, nicht mitzuhalten. Zum einen liegt der Mehrwert schon in der Beratung, zum anderen muß man sich nicht „verkaufen“, wenn es keine wirkliche Notwendigkeit dafür gibt. Der dritte Punkt ist der, dass du gar nicht einschätzen kannst, ob die vom Kunden gemachte Aussage auch wirklich den Tatsachen entspricht. Alles in allem ist es meistens dann auch so, dass gerade diese Art Kunden sich im Nachhinein noch als viel beratungsintensiver und anspruchsvoller entpuppen. Natürlich sind das nur Vermutungen und können auch falsch sein. Vielleicht sind sie auch ganz nett und haben nur nicht so viel Geld.
    Aber mal ganz ehrlich. Wer 850 Euro aufbringen kann, kann auch 1000 aufbringen 😉 Wie gesagt „verkaufe“ dich nicht ohne wirklich trifftigen Grund. Du hast schon richtig entschieden. Im Grunde finde ich es schon schlimm, dass man sich für seinen Preis „entschuldigen“ muß. 150 Euro = 3 Stunden Arbeitslohn eines Geschäftsmannes oder Innenarchitekten wie du es bist. Und die kommen schnell zusammen.

    Gruß, Thomas

  2. hallo thomas,

    danke für deine analyse. unser geschäftsmodell bzw. die philosophie kennst du ja auch gut. insofern weisst du ja auch – wie du auch schon schreibst – dass wir uns nicht als dienstleister/handel sehen, der sich über den preis definiert.
    nur das mit den 3 stunden arbeitslohn musst du mir noch mal erklären. wenn ich zu örtlichen dienstleistern gehe, dann ist das meist 1 stundenarbeitslohn.
    übrigens hilft es immer mal wieder sich die preisrelationen anhand des spritpreises vor augen zu führen. 2 tankfüllungen … das reicht für meinen porsche bis hier bis vor deine haustüre. zurück muss ich dann schon schieben …

  3. Hallo Oliver,
    von Zeit zu Zeit muss ich mir auch anhören, ich sei teuer (61 EUR / Std. als Sachverständige 49 EUR / Std. in der reinen Beratung jeweils inkl. Märchensteuer).
    Soll ich Dir was sagen? Ich sch…. da drauf! Wer das nicht bezahlen will, der kann mich mal.
    Wer das nicht bezahlen kann, aber meine Hilfe braucht, da kann man nochmal drüber reden…

    So, das musste raus. Hatte gerade gestern so jemanden „das ist aber ein toller Stundensatz, den Sie nehmen…“ – Sein Beruf: Lehrer!!!

    Ich halte es mit Oscar Wilde, der sagte:
    „Heutzutage kennen die Leute vor allem den Preis und nicht den Wert.“
    Grüße Heike

  4. Leider entscheidet fast immer der Preis und viele Kunden wundern sich dann, dass sie nicht das erhalten, was sie erwartet haben oder die qualität, die sie erhofft haben.
    Vor Jahren haben wir schlüsselfertige Häuser genau nach Kundenwunsch angeboten und waren immer zu teuer. 9 Monate kein Verkauf. Dann hat die GL das Ruder herumgeworfen, billig angeboten, den Gewinn über Sonderwünsche gemacht, in 3 Monate 8 Verkäufe. Wie es weitergegangen ist, kann ich nicht sagen, denn ich habe dieses Spielchen nicht mitgemacht und das Unternehmen verlassen.

  5. hallo,

    es ist und bleibt das zentrale thema und das spannungsfeld zwischen kunden und anbietern. aber solange immer wieder von medien und öffentlichkeit suggeriert wird, das alles grundsätzlich zu teuer und wertlos ist, wird sich an dieser haltung so schnell nichts ändern. fatalerweise, machen viele firmen dieses spiel mit. fatal deswegen, weil si eüber kurz oder lang dieses spiel nicht durchhalten werden und sich und den kunden in letzter konsequenz einen bärendienst erweisen.

    schöne grüsse
    oliver beil

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