zu hause

jetzt sitze ich hier in der glaskuppel des juister kurhotels – zur linken das wattenmeer, über dem gerade die sonne untergeht. zur rechten die gewaltige nordsee. traumhaftes wetter und eine traumhafte stimmung. das hört sich alles fürchterlich kitschig an? egal – die realität ist manchmal kitschig – gott sei dank.
juist ist „meine“ insel. hier fühle ich mich zu hause. das merke ich jedes mal mehr, wenn ich wieder hier bin.
der start war allerdings dieses mal ein wenig ungewöhnlich. am dienstag stand ich mit meinem gepäck am hafen und wunderte mich, warum denn kein schiff kam – weit und breit nichts zu sehen. nachdem ich an der pommes-bude gefragt hatte und als antwort bekam: „ne – das schiff ist schon wech“, kam ich dann auch mal auf die idee auf das blatt papier, mit den reiseverbindungen zu schauen. des rätsels lösung? ich war ein tag zu spät. die nette dame vom reisebüro hat mich mit den falschen verbindungsdaten auf den weg geschickt, ich hätte spätestens stutzig werden müssen, als sie den drucker nicht bedienen konnte. tja und ich hatte nicht mehr kontrolliert.
einzige möglichkeit? fliegen! na prima. jeder, der über meine fümpf dinge gelesen hat, weiss, dass ich ziemliche angst vor dem fliegen habe. nur musste eine entscheidung her, weil der letze flieger in 10 minuten gehen würde und mir dann als einizige alternative ein tag verzicht auf juist zu üben, bleiben würde – eine denkbar schlechte alternative.
„olli“ – hab ich mir gedacht – „olli, das ist deine chance. zeig deiner angst, wer herr im hause olli ist und mach`es.“ tja und olli hat es gemacht. zum glück hatte ich einen sehr einfühlsamen taxifahrer auf den weg zum flughafen, der mir erklärte, dass es doch tausend mal mutiger wäre zu ihm in`s taxi zu steigen, als in ein flugzeug. zum glück war ich viel zu aufgeregt, um über diese doppeldeutigen worte nachzudenken. überhaupt blieb mir wenig zeit nachzudenken, denn der flieger wartete schon abflugbereit. rein mir dem koffe, rein mir mir und ab die post. und? es war wunderschön. wunderschön die aussicht zu geniessen, wunderschön wieder ein stückchen freiheit und unabhängigkeit zu erlangen.
ich glaube ich werde der dame aus dem reisebüro nächste woche einen blumenstrauss vorbeibringen – als dankeschön, dass sie mir die falschen daten ausgedruckt hat …
p.s. was ich um diese zeit auf juist mache? frühstens nächsten mittwoch an dieser stelle gibt es die lösung ….

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