warenverfügbarkeit

in der artikelbeschreibung im internetladen ist auch immer die warenverfügbarkeit mit angegeben. ist ein artikel auf lager, ist ein grünes kästchen zu sehen, ist ein artikel ausverkauft ist ein rotes kästchen zu sehen.  hin und wieder kommt es vor, dass ein kunde bestellt – im glauben der artikel sei verfügbar – um dann von uns in der auftragsbestätigung gesagt zu bekommen, dass dem doch nicht so sei und er warten müsse. manchmal führt das zu verärgerten reaktionen, was auch verständlich ist – denn schliesslich ist so eine verfügbarkeit auch eine kaufentscheidung wert. nun wie kommts?
im hintergrund von dem ganzen steht unser  warenwirtschaftsystem, welches mit dem internetladen kommuniziert. man drückt auf einen knopf und die warenwirtschaft sagt dem shop, wieviel von jedem da ist. und der shop stellt dann dementsprechend auf rotes oder grünes kästchen. dieser abgleich erfolgt regelmässig, um möglichst einen aktuellen stand präsentieren zu können. regelmässig heisst in diesem fall alle 1-2 stunden. nun gibt es eine reihe von faktoren, die das ergebnis verfälschen können. zum einen gibt es mehrere vertriebskanäle, die alle über die warenwirtschaft erfasst werden. verkauf über das telefon und verkauf über unseren laden. sind im shop beispielsweise 10 bettwäschen als lagernd hinterlegt und es werden 7 stück online bestellt und in der gleichen stunde 4 stück per telefon, dann guckt der elfte in die röhre, obwohl das lämpchen noch auf grün steht. dann gibt es noch eine reihe von anderen feinheiten im arbeistablauf, die das ergebnis verfälschen können und über die man als normalsterblicher so gar nicht nachdenkt, bzw. nachdenken möchte. wann wird z.b. die ware dem lager als verfügbar zugebucht? in dem moment, in dem man beim hersteller (über die warenwirtschaft) bestellt oder beim eintreffen? wann wird die ware aus dem lager wieder abgebucht? wenn der kunde bestellt oder wenn er bezahlt? beim kontoeingang oder beim ausdruck der rechnung? was passiert mit teillieferungen? drinlassen oder nicht? da kommen einige faktoren zusammen, die in ihrer summe zu einigen ungenauigkeiten führen können bzw. nicht immer zeitnah den wa(h)renbestand abbilden könnnen. damit müssen wir aber auch die kunden leben. und zum glück sind das meist auch nur ausnahmen.

3 Kommentare zu “warenverfügbarkeit

  1. Hallo Oliver,

    genau diesen Beitragstext würde ich bei der nächsten Beschwerde mitversenden. Der ist gut ! Wem es dann nicht einleuchtet und dann nicht Verständnis zeigt, dem ist mit gar nichts mehr zu helfen.

    Gruß, Thomas

  2. Hi Oli, bei uns ist es auch nicht anders, hier passieren solche Dinge durchaus auch mal. Ich habe mir allerdings für extrem nachgefragte Artikel etwas einfallen lassen, denn hier gibt es eine eiserne Reserve an Produkten, die nicht! eingelagert sind, so das es bei extrem hoher Nachfragefrequenz nicht so diesem extrem kommt. Hat aber auch Nachteile.

    Gruß Stefan

  3. hallo thomas,

    stimmt – sowas in der srt schreiben wir dann auch immer in sochen fällen. aber als otto-normalverbraucher, der so nicht mit diesen dingen vertraut ist, weiss man eben nicht, wieviele teufel im detail stecken können.

    hallo stefan,

    ohjee – eigentlich eine gute idee. aber ich als spiesser denke dann immer daran, wie schnell wieder alles durcheinander geraten kann (wawi-technisch). wo sind die grenzen zu stark nachgefragten produkten? und ich weiss aus erfahrung, wie schnell sowas ein teures wawi system verkehren kann. ware zurücklegen, eiserne reserve usw. ich bin in solchen sachen immer extrem spiessig. ganz oder gar nicht. das ist wohl meine suche nach klarheit.

    schöne grüsse

    oliver

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