twittermania

kein tag, an dem einem das ding nicht über den weg läuft. nachrichten, feedreader, foren, mails – alles voll davon. man kann ja mittlwerweile nicht mal mehr zum bäcker gehen, ohne dass einem das ding über den weg läuft. twitter hier, twitter da, twitter überall. und ich?
zwei herzen schlagen ach in meiner brust. bei goethe waren es zwar zwei seelen, was aber nichts zur sache tut, weil er mit sicherheit auch nicht getwittert hat.
auf der einen seite denke ich – braucht kein mensch. wann soll ich das denn auch noch machen? wieder eine sache mehr, die den blick vom wesentlichen (ab)lenkt. wieder ein steinchen mehr in der informationsflut, die einen immer mehr überrollt. was soll ich mit dem ganzen zeug? ausserdem muss man ja nicht jeden quatsch mitmachen.
auf der anderen seite kitzelt es natürlich schon ein wenig. in vielen blogs wird es gelobt bzw. als gewinnbringend beschrieben. und alles „neue“ reizt mich schon ein wenig. und bevor ich keine eigenen erfahrungen gemacht habe, kann ich es auch nicht beurteilen. was für sich streng genommen natürlich kein schlagendes argument ist. denn solange ich nicht mit dem fallschirm aus einem flugzeug gesprungen bin, weiss ich auch nicht, wie das ist. dazu der netzwerkgedanke. und ich denke – was der mann mit der brille aus hessen und herr obama kann, kann ich schon lange.
vor knapp zwei jahren hatte ich mir die „kinderraeume“ als benutzername bei twitter gesichert. damals war es reine vorsichtsmassnahme. denn eines ist klar. ich würde es nur rein geschäftlich einsetzen. als privatvergnügen lehne ich es aus vielerlei gründen ab. aber wer weiss, vielleicht lege ich demnächst ja dann auch mal los – und wenn es nur ein experiment ist.

Ein Kommentar zu “twittermania

  1. Hallo Oiver,
    laß dir Zeit 😉 Denn neben dem Wunsch nach „Sichendlichmalzurückziehenkönnen“ ist es das wonach die Menschen sich eines Tages wieder sehnen werden nach all der Informationsflut, jederzeitiger Erreichbarkeit, Termindruck, Schnelligkeitswahn und Beobachtenmüssen. Irgendwann gibt es den Kollaps und jeder will seine Ruhe. Wir sind doch schon jetzt einen Stressgesellschaft mit allen negativen Begleiterscheinungen. Ich stell mir dann immer die Frage „Brauche“ ich, brauchen wir das wirklich ?“ Und was passiert wirklich, wenn ich mal „etwas“ später dran bin ?
    Gruß, Thomas

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