selbstverständlichkeiten und höflichkeit

vor einigen monaten habe ich unter anderem das kinderzimmerportal in`s leben gerufen. eine seite rund um kinderzimmer, deren einrichtung, tipps und natürlich ein wenig werbung. anfänglich habe ich dort auch kinderzimmerplanungen angeboten – und zwar für nix. meine kleine private statistik: etwa 10% der familien, denen ich eine planung gemacht habe, haben sich hinterher dafür bedankt. nicht nur deswegen habe ich diese dienstleistung etwas kosten lassen – es wurde auch einfach zu viel. ein nächster schritt waren 50 €. jeder, der von mir etwas haben wollte, „musste“ vorher 50 € an einen wohltätigen zweck spenden. daduch wurde es aber nicht weniger – eher mehr, was vielleicht auch mit der popularität der seite zusammenhing. jedenfalls wurde die spendensumme schrittweise bis auf 200 € heraufgesetzt. d.h. es gab viele, viele familien, die 200 € an eine organisation gespendet hatten und dafür eine planung in anspruch genommen haben. inzwischen habe ich diesen service komplett eingestellt – hauptsächlich aus zeitgründen.
u.a. 2 dinge sind aus dieser zeit bei mir hängengeblieben. einige wirklich nette kontakte und kunden und zweitens die erkenntnis, dass das kleine wort „danke“ umso häufiger viel, je teurer die dienstleistung wurde. das lasse ich jetzt mal unkommentiert. unkommentiert möchte ich aber nicht die mails lassen, die mich hin und wieder erreichen – über das kinderzimmerportal. 2-3 zeiler sind keine seltenheit und ich bin schon froh, dass man überhaupt angeredet wird. man wundert sich ja nicht mal mehr über mails, in denen am anfang nicht mal ein „hallo“ steht. der tenor ist immer ähnlich: wir richten ein kinderzimmer ein. schicken sie ihre vorschläge (bitte) an adresse ….. unterschrift.
inzwischen beantworte ich diese mails nicht mal mehr. es gab mal eine phase, in der ich mir selbst dafür zeit genommen habe. aber das ist nicht meine welt. dieses abgreifen bzw. abgrasen von dienstleistungen, herzblut und emotionen – wohlgemerkt für die eigenen kinder, ist mir ziemlich zu wider. und um den bogen zum anfang dieses meckerbeitrages zu schlagen: es bewahrheitet sich immer wieder. die sachen, die „vermeintlich“ nichts kosten, sind auch nix wert. diese erkenntnis macht die haltung imho aber nicht besser. denn darf man sich nicht auch über dinge freuen, für dinge bedanken oder ein gewisses maß an respekt den dingen gegenüber entwickeln, die vorgeblich nichts wert sind?

2 Kommentare zu “selbstverständlichkeiten und höflichkeit

  1. Hallo Oliver 😉
    Du bist zu gut für diese Welt. Nein, mal ehrlich. Man (n), in dem Falle du, meint es nur gut und was ist der Dank ? Okay, es gibt ein paar rühmliche Ausnahmen und die haben es auch verdient, aber die anderen, die Kurzschreiber, Abzocker und Nutznießer?
    Aber das Positive daran ist, wieder mal etwas gelernt zu haben, über die Menschheit und das Geben und Nehmen untereinander.
    Dein Mitkämpfer, Leidensgenosse, Miterfahrer und Geschäftsfreund,
    Thomas

  2. hallo thomas,

    wie oft ich das schon in meinem leben gehört habe …
    mir geht es nicht darum mir hier ienen heiligenschein aufzusetzen, aber ich verzweifel oft daran, wie schwer es offensichtlich ist grundlegende dinge zu beherzigen. aber vielleicht ist es auch nur ein zeichen der zeit … ich weiss es nicht.

    schöne grüsse

    oliver

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