neuer internetladen . bedienbarkeit

… oder auf neudeutsch: usability.
wie muss so ein shop ticken, damit er funkioniert? wie muss er aufgebaut sein, damit möglichst viele besucher das finden, was sie suchen? denn eines ist klar: neben der ganzen ästhetik und form der darstellung soll der internetladen eines ganz besonders: verkaufen.
mittlerweile gibt es unzählige veröffentlichungen und untersuchungen, was diesen bereich angeht. begleitet von vielen analysemöglichkeiten, um zu sehen, wer, wann, wie oft wohin geklickt hat. natürlich haben sich im laufe der jahre gewissse standards herausgebildet. deswegen macht es oft keinen sinn das rad neu erfinden zu wollen.
grundsätzliche überlegungen, wie die navigationsstruktur, plazierung und farbigkeit der wichtigsten elemente im zusammenspiel mit graphischen gesetzmässigkeiten und deren grundlage sind deswegen wohl gesetzt. was nutzt mir ein extrem individueller shop, wenn die mehrzahl der besucher eine andere struktur gewohnt ist und sich deswegen in meinem laden nicht zurechtfindet. man glaubt kaum, wie schnell man von einer seite wieder wegklicken kann und wieviele sekunden nur die durchschnittliche verweildauer beträgt.
die auffälligste änderung wird die neue navigation im internetladen sein. die hauptnavigation wird waagerecht verlaufen – die jeweiligen unterkategorien dann wie gewohnt auf der linken seite senkrecht. inhaltlich gilt es die navigation der kategorien logisch zu begleiten. sprich: wie teile ich meine vorhandenen warengruppen anständig auf, wie fasse ich sie zusammen und wie präsentiere ich sie. trotz langjähriger erfahrung im verkauf, empfinde ich diese aufgabe als eine der schwierigsten. wie präsentiere ich die gruppen so, dass es zum einen einen inhaltlichen sinn ergibt und zum anderen auch gefunden wird. was nutzt mir eine für mich klare struktur, wenn der besucher die dinge nicht dort findet, wo er sie vermutet? es gibt unzählige möglichkeiten der kategorisierung – und dieser umstand macht es nicht eben einfacher.
deswegen wird die zweite grosse änderung im neuen onlineshop das konzept der multiplen wege sein. es gibt viele, unterschiedliche wege zu einem gewünschten produkt zu kommen. so gibt es zwei parallele hauptnavigationen. eine der klassischen kategorien nach produktart und die zweite nach einsatz. innerhalb der kategorien wird es alternative unterteilungen geben.
eine lampe mit pirat und ist in erster linie erst mal eine kinderlampe. ziemlich klar. es könnte aber auch eine jungenlampe sein oder ein accesoire in einem kinderzimmer mit maritimen thema. eine kinderbettwäsche wird unterschiedlich gesucht. frau meier sucht eine mit herzchen darauf, frau müller eine für ihren sohn und herr schulze sucht eine kinderbettwäsche einer bestimmten marke. daraus ergeben sich wieder zahlreiche einteilungsmöglichkeiten. all diese unterschiedlichen möglichkeiten gilt es unter einen hut zu bringen und auch zu berücksichtigen, wonach ein kunde denn sucht. das alles ist – denke ich – die grundlage für eine gute und logische navigation. insofern werden wir einige wege anbieten, um zum gewünschten produkt zu gelangen.
und so gibt es eine reihe von grossen und kleinen stellschrauben, die dazu beitragen sollen, den besucher in die richtigen und vor allen dingen vom besucher gewünschten bahnen zu lenken.
ein anderes grosse thema bzgl. usability ist die navigation und darstellungsform innerhalb des bestellprozesses. klare strukturen, selbsterklärend und missverständnisse ausschliessend. wieviele informationen fragt man ab, wieviele informationen benötigt man, usw, usw. man glaubt nicht, wieviele direkte und indirekte stolperfallen man einbauen kann. grundsätzlich muss man davon ausgehen, dass jede infomation oder neuanforderung einer bereits eingegebenen information den nervfaktor des besucher steigt und den ausstieg wahrscheinlicher macht. beispiel: ich fülle als kunde während des bestellvorganges zehn millionen felder aus, klicke auf weiter und werde darauf aufmerksam gemacht, dass die schuhgrösse ebenfalls eine pflichtangabe sei. ich klicke also zurück und was sehe ich? eben nix. alle felder sind leer und müssen neu ausgefüllt sein. was passiert also? eben wieder nix, weil ich wegklicke. das ist nur ein beispiel von vielen. auch hier gilt es fein zu dosieren. die liste liesse sich endlos weiterführen. zu diesem komplex kann ich übrigens ein sehr gutes buch empfehlen: „don`t make me think“ von steve krug . jakob nielsen ist in diesem zusammenhang übrigens auch immer ein buch wert.

Don’t Make Me Think! A Common Sense Approach to Web Usability (bei amazon)

Prioritizing Web Usability (bei amazon)

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