zensur

ich bin kein freund von zensur – generell nicht. und schon gar nicht hier im blog. erstens möchte ich es so authentisch und ehrlich wie möglich gestalten und zum anderen bieten selbst „unangenehme“ beiträge bzw. kommentare auch immer eine chance. einige male sind mir – auch von kunden – hier schon einige unbequeme dinge präsentiert worden. im ersten moment blöd – im zweiten aber immer eine gute, neue erkenntnis bringend und zumindest die möglichkeit die plattform zu nutzen zu dem ein oder anderem auch stellung zu beziehen.
dann gibt es aber noch die kategorie überflüssig. es soll zwar alles authentisch und unzensiert sein, aber ein klein bisschen bin ich hier auch hausherr. und ein klein wenig habe ich auch den anspruch, dass es a) einigermassen gesittet zugeht und b) auch ein minimum an gehalt haben sollte. insofern greift dann doch das ein oder andere mal die zensur.
bei kommentaren, wie z.b. „alles blöd“ oder „scheisse hier“ nehme ich mir dann schon mal die freiheit die löschtaste zu betätigen. was anderes wäre, wenn dann auch eine erklärung nachgereicht würde – dann könnte ich wenigstens etwas damit anfangen und begreifen, warum hier alles scheisse ist.
die andere kategorie von kommentaren, mit denen ich mich schwer tue, fällt unter das stichwort „werbung“. ich habe kein problem mit der offenlegung der identität – ganz im gegenteil – auch wenn es sich um mitberwerber handelt. warum auch? womit ich ein problem habe, sind nichtssagende allgemeinplätze, bei denen mit sog. keywords auf das eigene angebot verlinkt wird. auch in diesem fall wird wegradiert.

7 Kommentare zu “zensur

  1. Es gibt Menschen, die sind einfach grundanständig und bewahren sich eine Authentität. Die Leser kennen das und die Erwartungshaltung beim Lesen eines Beitrages ist dementsprechend.
    Umgekehrt verhält es sich ebenso. Es gibt eben Menschen, die ganz anders sind…man erwartet dann aber ganz einfach auch nichts mehr.
    🙂

  2. Hallo Oliver,
    ich denke, dass man im www im Grunde gar nicht ohne Zensur auskommt. Es klingelt ja keiner an der Tür und man kann sagen: Du kommst hier nicht rein.
    Da bleibt also nur rausschmeißen, wenn so einer dann drin ist 😉
    Liebe Grüße Heike

  3. Hallo Oliver,

    es gehört wirkliche Größe und Stärke dazu, Kritik, die jemand jemanden, gegenüber kund getan hat, öffentlich zur Diskussion zu stellen, vor allem, wenn man selbst der Kritisierte ist. Das hast du auch immer mal wieder getan, auch wenn es nicht dich selbst, sondern dein Unternehmen betraf. Zudem hat dein Blog ein Niveau, in dem Ausdrücke wie oben beschrieben, mehr als fehl am Platz sind.
    Geht es verbal unter die Gürtellinie und ist die Kritik auch aus neutraler Sicht in keinster Weise gerechtfertigt, ist eine Zensur das Beste was man tun kann und sollte Und noch besser- vergessen !

    Gruß, Thomas

  4. hallo bambi,

    ja – nicht erfüllte erwartungen sind ein spannendes thema. das ist wohl generell eine herausforderung in allen lebensbereichen. eigene erwartungen und umwelt(en) aneinander anzugleichen.

    hallo sanja,

    schwer ist es nur, wenn grenzen fliessend sind. also wenn jemand meckert und er/sie zufällig oder gewollt auch ein wenig in`s schwarze trifft. aber da gebe ich ihnen recht. wenn persönliche grenzen überschritten werden, dann muss man diese auch schützen. gerade, wenn man sich in die öffentlichkeit wagt. und schliesslich hat so ein blog ja auch etwas sehr (gewollt) subjektives und persönliches. und da ist man eben hausherr.

    heike,

    die täglichen erfahrungen im netz und auch die in der vergangenheit lassen mich auch immer mehr zu dem schluss kommen. klare regeln und grenzen und konsequente löschung bei missachtung. schade finde es aber auch immer irgendwie. weil ich auch der „anarchie“ nicht ganz abgeneigt bin. ich bin eben hin-und hergerissen. denn schliesslich kann sich auch bei ausreissern jeder seinen eigenen eindruck machen.

    thomas,

    danke für deine warmen und netten worte.

    schöne grüsse

    oliver beil

  5. Hallo Oliver,
    gern geschehen 😉 Wenn alle geschäftlichen Blogs das Niveau von deinem hätten, wäre das eine wirklich ergiebige Welt für Verbraucher und Unternehmer.

    Hallo Bambi,
    du hast es richtig getroffen. In diesem Blog kann man eigentlich nur Positives erwarten und schaut auch immer wieder mit froher Erwartung rein.

    Hallo Heike,
    im Blog ist man Hausherr, aber auch im normalen Leben sollte man(Frau) darauf achten was man (Frau) sich antun muß und was nicht 😉

    Hallo Sanja,
    ob anonym oder nicht, ich finde fundamentale Kritik, freundlich geäußert, bewirkt doch eigentlich immer etwas Positives und kann voran bringen, wenn man wirklich bereit ist, sich auch selbstkritisch zu betrachten. Das kann man dann auch ruhig nach Außen weitergeben. Das nenn ich dann Stärke.
    Bei den anderen stimme ich dir zu. Die Unterdiegürtellinienmotzer braucht man nun wirklich nicht reinzulassen.

  6. Hallo Sanja,
    hmm..interessante Überlegungen.
    Wenn du die Sanja bist, die ich jetzt glaube zu meinen, dann gibt es ja zumindest arbeitsverwandte Kunden und Parallelen zwischen uns. Ich will mal deine Gedanken aufgreifen…
    Da mein eigenes Zuhause jedoch auch zugleich das „Kinderzimmerhaus“ ist, dürfen Besucher, auch ohne ihren Namen an der Tür preis zu geben, gerne hereinkommen. Wenn aber jemand vor mir stände, wohlgemerkt nach Geschäftsschluß und bittet um Eintritt, dann natürlich nicht ohne mein Einverständnis. Der Name und Beruf wäre aus meiner subjektiven Sicht dann allerdings nicht wichtig, sondern viel mehr der Grund seines Besuches, egal ob Müller, Meier oder Schulze, ob Metzger, Maler oder Pastor.
    Habe ich dann etwas getan, was Herrn Müller, so nenne ich ihn mal, zu Unrecht geschehen ist und er sich nett und intelligent dazu äußert, dann prüfe ich natürlich, ob er Recht haben könnte, versuche meinen Fehler wieder gut zu machen udn beim nächsten Mal klüger zu agieren.
    Aber wie Oliver schon sagt, wie alle anderen und du indirekt ja auch, der Ton macht die Musik und wenn sie gut ist, dürfen auch andere gerne mithören.
    Auf jeden Fall wünsche ich allen Blog-Betreibern Gäste, die sich verstehen vernünftig, stilvoll und sachbezogen zu den Beiträgen zu äußern. Ob es nun ihr richtiger Name ist mit dem sie dort kommentieren oder nicht. Der Stil verät nun mal sehr viel über die Person. Und wem man sich „unterhalten“ möchte, sollte ein jeder selbst entscheiden können. Da stimme ich dir zu.

    Vielen Dank auch dir Oliver für die Möglichkeit sich hier austauschen zu können 🙂

  7. hallo sanja,

    zugegeben bin ich nicht mehr so mutig. denn sie haben recht – man lässt ganz schön „die hosen runter“. vom kopf her weiss man es, dass auf der einen seite ein schreiber sitzt und auf der anderen seite eine vielzahl von „voyeuren. aber mit der zeit habe ich das auch erst richtig realisiert, was das bedeutet. werde dazu auch noch mal etwas schreiben – aber im grunde genommen kann man jederzeit mit allem, was man hier jemals verzapft hat konfrontriert werden. ja – ich bin hier hausherr und darf schreiben, was ich will, aber ich bin dann auch derjenige, der mit den reaktion klarkommen muss/darf.

    schöne grüsse

    oliver beil

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