wer den pfennig nicht ehrt …

obst soll angeblich gesund sein. und das beste: vitamine gibt es auch noch dazu. diese tatsache hat mich angestachelt mal wieder den supermarkt um die ecke zu besuchen. ja den haben wir hier nämlich auch. und das beste: es ist ein biosupermarkt. nicht nur frisch und gesund sondern auch nebenher lebensungefährlich. nun gut. morgens um halb zehn in düsseldorf – ich mit 2 schälchen blaubeeren an der kasse aber nur mit 6,97€ in der tasche. heisst unter dem strich ein cent zu wenig – den man drehen und wenden kann, wie man will. eigentlich dachte ich, dass es kein problem wäre, weil ich ja nicht zum ersten male dort einkaufe und schon die ein oder anderen tausend euro in diesem geschäft investiert hatte. so wurde ich als alter bekannter auch lächelnd an der kasse empfangen. aber der spass war schnell zuende – genau wie mein geld. da half kein flirten, betteln und jammern. auch mein vorschlag 4 blaubeeren zurück zu lassen half nicht – ein cent zu wenig – und sowieso, wenn das jeder machen würde, nein das kann ich nicht machen, ich muss das selbst bezahlen, und mein chef und der weltfrieden und überhaupt … ehrlich geagt wusste ich nicht ob ich lachen oder weinen sollte. aber das argument „wenn das jeder machen würde“ hat mich natürlich überzeugt. mal unter uns – ich geh seit mindestens 3o jahren selbstständig und mit meistens genug geld einkaufen, aber das hatte ich bis dato noch nicht erlebt. mich packte aber relativ schnell das mitleid, als ich im kopf mal kurz überschlug, was passieren würde, wenn das jeder machen würde. und da wurde mir schnell klar, dass die besitzerin bzw. kassiererin ganz schnell unter der brücke würde schlafen müssen. und da ich das nicht verantworten wollte, habe ich ganz brav die beiden schälchen zurück in das obstregal gestellt.

sie sollen wissen, dass es methode von mir ist mit einem hauch zu wenig geld in geschäfte zu gehen. kommt mit der zeit ganz schön was zusammen. jedenfalls ist mir das heute doch glatt noch einmal passiert. dieses mal ging es um klamotten – schicke klamotten natürlich – ich bin ja in düsseldorf.
197,70 € sollte ich bezahlen und dabei hatte ich tatsächlich nur 197,30 €. ich kann ihnen sagen – da kommt wirklich was zusammen, wenn man die masche bei jedem einkauf praktiziert. haben kommt ja schliesslich von halten. aber zurück zum thema. die 3 sehr jungen angestellten in dem geschäft waren auch erst relativ ratlos, bis die nette kassiererin eine sammlung startete und jeder ein paar cent in den hut getan hat – incl. einer anwesenden kundin. es war wirklich eine schöne und witzige situation, die aus der spontanität der mitarbeiterin resultierte. sie hat es wirklich geschafft aus einem „problem“ ein positives erlebnis zu machen und mich als kunden mit lächeln an das geschäft denken zu lassen.

was ich damit sagen will und was das mit marketing zu tun hat? ich denke gerne an dieses geschäft zurück. ich werde mit sicherheit dort öfter vorbeischauen und ich werde der verkäuferin nächste woche einen kaffe vorbeibringen als dankeschön. und die blaubeeren? die werde ich zukunft im geschäft nebenan kaufen.

2 Kommentare zu “wer den pfennig nicht ehrt …

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