undercover

vor einiger zeit war ich undercover unterwegs. und zwar mit dem manager für unser lagerwesen. möbel ausliefern. ausliefern heisst hinfahren, klingeln, nett guten tag sagen, schuhe ausziehen und dann möbel in den ersten stock schleppen. natürlich bin ich unten gegangen – da wo das meiste gewicht hinfällt. aber das nur nebenbei. ganzbei war ich insofern undercover, weil ich mich nicht geoutet habe. offiziell also nur ein träger war. sie können mir sagen, was sie wollen. „sobald man einen blaumann anhat“ (natürlich nur im übertragenen sinne, weil den hatte ich natürlich nicht an), wird man anders behandelt. ich weiss das noch aus meiner schreinerzeit. damals ist einem schon die ein oder andere interessante  behandlung von oben widerfahren. aber es war spannend mal wieder an vorderster front zu stehen und sich wieder mal behandeln zu lassen. wenn jemand zurück zu den wurzeln will, bzw. auf den boden der tatsachen landen will, bzw. sich basiswissen aneigenen will … ich kann es nur empfehlen dieses experiment. aber funktioniert nur ohne schlips.

2 Kommentare zu “undercover

  1. „sich wieder mal behandeln zu lassen“ – da mußte ich schon lachen. Sehr, sehr treffend.

    Auch wenn Du es nicht explizit sagst, es geht um den Respekt. Und den muß man der Verkäuferin, der Putzfrau, dem Möbelträger, dem Pförtner, den eigenen Eltern, den eigenen Kindern … entgegenbringen. Wenn man sich dessen nicht nur von Zeit zu Zeit erinnert, sondern es eine Lebenseinstellung ist, dann hat man selbst auch mehr vom Leben. Meine Meinung.

  2. hallo andreas,

    das ist genau der punkt und genauso denke ich auch darüber. jeder sollte gleich (fair) behandelt werden. unabhängig von seinem tatsächlichen oder scheinbaren status.

    schöne grüsse

    oliver

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