rechenaufgabe

nehmen wir mal an, familie müller (name von der redaktion geändert) interessiert sich für ein kinderzimmer und lässt sich per mail und telefon beraten. nehmen wir weiter mal an, dass familie müller (name von der redaktion geändert) mit der beratung ganz zufrieden war und uns darauf um ein schriftliches angebot bittet. wir – die kinder räume (name nicht geändert) machen ein angebot. das volumen beträgt etwa 2000.- euro. da lassen wir uns natürlich nicht lumpen und lassen auch mal ein paar prozente springen.
ein wenig später bekommen wir eine mail von – na sie wissen schon – familie müller (name von der readaktion geändert), dass sie unser angebot nicht akzeptieren können und wir ihnen wie folgt entgegenkommen sollen.
– weniger anzahlung
– 10% rabatt auf den bruttowarenwert
– lieferung frei haus bis in das zimmer. 

so dann fangen wir mal gemeinsam an zu rechnen – auch um mal mit dem vorurteil aufzuräumen: „wieso, die hälfte ist doch für sie“
sie haben haben einen taschenrechner zur hand genommen, familie müller?(name von der redaktion geändert)
– wir ziehen von 2000€ 16% mwst ab – fertig?
– dann ziehen wir von dem betrag 200€ ab – sie erinnern sich? familie müller (name von der redaktion geändert) möchte 10% auf den gesamtbruttopreis rabatt haben – fertig?
– wir ziehen noch einmal 140€ transportkosten incl. lieferung bis in das zimmer von familie müller (name von der redaktion geändert) ab. – o.k?
– dann ziehen wir noch mal ca 30€ personalkosten ab – kommissionieren, kontrollieren, neu verpacken, kleine überraschung vorbereiten usw. auch gemacht? gut!
– denn jetzt ziehen wir natürlich noch unseren einkauf ab – ja, wir müssen für die sachen auch etwas bezahlen. in diesem fall 1000€. auch gemacht?
so – dann schauen sie jetzt auf ihren taschenrechner und schauen, welche zahl da steht.
wohlgemerkt, der ganze übliche quatsch, wie unsere normalen kosten und katzenfutter für julchen und boogie (namen nicht von der readktion geändert) sind noch gar nicht berücksichtigt. für die zahl, die da auf dem taschenrechner übriggeblieben ist, sollen wir familie müller (name – sie wissen schon) den gewohnten service auch nach dem kauf bieten. für produktmängel gerade stehen. den umtausch organisieren, falls irgendetwas nicht gefällt usw. usw. 
hand auf`s herz – würden sie es dafür machen? eben, wir auch nicht. familie müller hat aber einen mitbewerber gefunden, der dafür arbeitet und bereit ist die verantwortung zu tragen und den service zu bieten (?). hut ab.  ich sehe das insofern gelassen, als dass sich die mitbewerber so von selbst über kurz oder lang vom markt verabschieden werden – aber das ist ein anderes thema …

2 Kommentare zu “rechenaufgabe

  1. hallo silvia,

    vielen dank für den eintrag und den zuspruch. manchmal wird einem selbst nicht klar, was man alles erwirtschaften muss. jedes mal bekomme ich einen schreck, wenn ich mal wieder einen blick auf die liste riskiere. viele ahnen nicht einmal was davon.
    das ist vielleicht bald mal ein eigenen beitrag wert.

    herzliche grüsse

    oliver

  2. Hallo und vielen Dank für diesen Beitrag. Vielleicht verstehen jetzt einige Menschen mal, warum es Preise gibt, die einem vielleicht nicht immer zusagen, aber die schon mit einem Hintergrund gewählt wurden: Jobs zu erhalten, Steuern zu zahlen, die Stadt mit Gewerbesteuern zu unterstützen, die Rechnungen der Lieferanten zu bezahlen, Speditionen am Leben zu erhalten und für sich und seine Haustiere und was sonst noch im Haus krabbelt und wohnt etwas zu Essen im Bioladen um die Ecke zu kaufen. Es müssen ja nicht immer Blaubeeren sein:-)) LG Silvia

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