mit bewerber

 diese mail habe ich gestern in meinem briefkasten gefunden:

hallo oliver,
ich fand es war ein nettes treffen und die „chemie stimmt“.
positiv ist mir auch aufgefallen, dass du völlig unkompliziert, „normal“, locker und aufgeschlossen hier aufgetreten bist, trotz der jahre mehr an erfahrung in diesem metier und dem, auch dadurch bedingt, weitaus größeren geschäftlichen erfolg. das hat mir gut gefallen!      

nein – es ist kein rendevouz gewesen, auch keine selbsterfahrungsgruppe und kein mangementseminar „erfolg leicht gemacht“. es ist eine mail von einem „mitbewerber“, die ich bekommen habe, nachdem wir uns getroffen haben.
warum ich mit dieser mail hier öffentlich strunze (ich habe ihn um erlaubnis gebeten) ?
erstens habe ich mich darüber gefreut – klar – bin ja auch nur ein mensch. und zweitens finde ich es schön, wenn man so miteinander umgeht – auch wenn man im gleichen see fischt – was für ein bild …klasse oder?
thomas – verzeih, ich werde dich an dieser stelle einfach so nennen. wir sind ja unter uns und überhaupt kann das sowieso jeder `rauskriegen – also gut – thomas hat seine liebe zu schönen dingen –  insbesondere schönen kindermöbeln – entdeckt und hat beschlossen diese liebe in einen neuen job umzusetzen, bzw. damit eine neue berufliche karriere zu starten – alte zelte abzubrechen und einen neuanfang zu wagen. so etwas imponiert mir ja sowieso – neuem aufgeschlossen zu sein.
kennen gelernt haben wir uns seinerzeit, über einen hinweis von ihm, ich solle mir einmal die kinderzimmer von r. messall anschauen,  die auf beeindruckende weise kindermöbel bemalt. der markt für diese art von möbeln entwickelt sich ja zur zeit wirklich inflationär – auch bei ebay (tschuldigung oliver, dass ich diesen namen hier in deinem blog genannt habe – kommt nicht wieder vor). aber ihre art zu malen hat etwas intensives und spezielles. wir hatten damals eine zusammenarbeit ausgelotet  – kleiner hinweis an die mitlesende konkurrenz: wir loten immer noch – also finger weg von renate! thomas hatte parallel dazu sein kinderzimmerhaus in`s leben gerufen, in dem er unter anderem auch diese möbel anbietet. nun ja –  eigentlich ist das nur die halbe wahrheit. denn anfänglich hatte er die „kinderzimmermacher“ in`s leben gerufen. darüber war ich anfänglich ziemlich bockig und sauer, weil der name natürlich mir gehört. aber diese klippe haben wir dank seiner hilfe sehr kooperativ umschifft (passt zu dem bild mit dem see und den fischen – merken sie es? klasse gespannter bogen – oder?). das hatte mir schon sehr imponiert … nicht der bogen – seine art.
lange rede kurzer sinn: ich finde es sehr schön und angenehm, dass man so miteinander umgehen kann, obwohl man in letzter konsequenz entgegengesetzte interessen hat. grundsätzlich pflegen wir zu fast allen mitbewerbern ein offenes verhältnis (ausreisser gibt es immer), aber ich empfinde keinen kontakt so offen, ehrlich und fair.
und was das schönste ist? er eröffnet möglichkeiten auch gemeinsam etwas zu machen – vielleicht. 
 

Ein Kommentar zu “mit bewerber

  1. Hallo Oliver,

    mit Freude habe ich dein Statement zu unserem Treffen in deinem blog gelesen.
    Wenn du erlaubst, würde ich das ein oder andere noch gerne hinzufügen.
    Die Metapher mit dem See und dem Fischen darin, finde ich sehr gelungen.
    Du sprichst von Mitbewerber, von entgegengesetzten Interessen und andere betreffend, auch von Konkurrenz.
    Vielleicht ist es mal nötig die Sichtweise zu verändern, um einfach mehr Erfolg, aber eben gemeinsam, zu haben.
    Ja, wir fischen alle, die wir Kindermöbel verkaufen, in unserem ganz speziellen See.
    Die anderen, aus anderen Branchen, habe Ihren eigenen See.
    Der See ist voll von fetten, großen, kleinen und auch mageren Fischen. Eigentlich ist genug für alle da, wenn man beschließt nur solche Angler an den See zu lassen, die ihr „Handwerk“ verstehen und sich auch „benehmen“ können 😉
    Gut, der eine oder andere ist Profi-Fischer, mit ganz besonderer Angelausrüstung, das kann einem schon das Fürchten lehren. Doch ob er Erfolg hat, das hängt doch mehr von anderen Dingen ab, z.b. welchen Köder er verwendet und wo er sich positioniert. Hier ist Cleverness gefragt und nicht so sehr die Ausrüstung.
    Aber was spricht dagegen auch von dem anderen zu lernen, sich gegenseitig Tipps zu geben, miteinander Smalltalk zu halten, miteinander die Zeit zu verbringen, über Fische zu diskutieren, Spaß beim Fischen zu haben, sich auch mal einen Fisch abzugeben, wenn der Fang zu dürftig war ? Wie gesagt, Fische sind genug da !
    Was meinst du, ob so mancher hier überhaupt das Gefühl kennt, wie es ist, einem anderen eine Freude zu machen, wie es sich anfühlt, wenn man gleichviel Erfolg hat und diesen eben teilen kann? Ich glaube nicht. Schade eigentlich.
    Ich habe mal eben nachgelesen was „kluge“ Leute über da Wort Konkurrenz gesagt haben.
    Das sagte Ron Kritzfeld : „ Konkurrenz: „Barriere in der Karriere“
    Traurig oder ? Als wenn Karriere alles wäre 😉
    Du hast dein Statement mit den Worten Selbsterfahrungsgruppe und Managementseminar
    begonnen. Ich möchte damit enden, denn diese 2 Dinge sollte der ein oder andere mal nutzen um den Wert einer guten Angelgemeinschaft zu erkennen.

    Dein „Angel“kollege,

    Thomas

    PS: Aus meiner Sicht haben wir aber nicht die entgegengesetzten Interesse – wir haben alle die gleichen Interessen

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