kleinigkeiten

die warenbestandsanzeige im internetladen ist auch ein kleines mosaiksteinchen, das auf die kaufentscheidung einfluss hat. steht die ampel auf grün, ist der besucher eher geneigt das produkt in den warenkrob zu legen. sofortige verfügbarkeit ist ein anreiz. auch deswegen war es für uns so wichtig unseren lagerbestand stetig aus- und aufzubauen. aber wie sieht es mit dem umgekehrten fall aus? die ampel steht auf rot, artikel nicht da. welche mitteilung begleitet das ausverkauft-sein? standardmässig würde da ein zu erwartender zeitraum stehen. also z.b. „ca. 3 wochen lieferzeit“. bei der einrichtung des neuen internetladens hatte ich lange darüber nachgedacht, was man denn stattdessen schreiben könnte und habe mich auf „ausverkauft – aber nachbestellt“ geeinigt. eine gute idee, wie ich dachte. zum einen wollte ich damit signalisieren, dass die produkte viel gekauft würden und wir auch deswegen regelmässig nachbestellen würden. also eine grundsätzliche verfügbarkeit. und das sollte den effekt der roten ampel neutralisieren. aber es kommt oft anders, als man denkt. die folge war nämlich genau das gegenteil. viele kunden fühlten sich abgeschreckt. „schlimmer“ noch. wir haben sehr viele rückfragen provoziert nach dem motto „wann kommt es wieder rein?“ oder „können sie mir bescheid geben“. das bedeutet für den kunden eine weitere hemmschwelle und für uns natürlich wesentlich mehr aufwand. ich habe meine lehren daraus gezogen und wieder den standardtext eingespielt. der besucher erfährt jetzt eine zu erwartende lieferzeit, wenn er kaufwillig ist und wir haben nicht mehr so viele rückfragen.
an diesem beispiel wird wieder einmal klar, wieviele unterschiedliche stellschrauben es gibt, die einem so nicht klar sind aber sehr wohl einfluss auf den erfolg eines internetladens haben.

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