der ton macht die musik

… hat schon meine oma gesagt. oder war`s meine mutter? egal.
hier hatte ich über unsere newsletter panne geschrieben. und die panne kam nicht von ungefähr. unser newsletterversand läuft über einen zweiten virtuellen server bei einem relativ grossen und bekannten anbieter. der hat nichts mit unserem eigenen server bzw. anbieter zu tun, auf dem der onlineshop liegt. kurz nachdem das erste mal die newsletter rausgeschickt wurden, kam eine ziemlich bockige mail des anbieters. und zwar so bockig, dass ich nach dem lesen noch bockiger war – und zwar ziemlich. was war geschehen? ich habe mich nicht an die von mir gelesenen und akzeptierten agb bei vertragsschluss gehalten und gegen irgendeinen paragraphen verstossen, der da besagt, dass nur 500 mails pro stunde über den server verschickt werden dürften. zugegeben – da habe ich gepennt, bzw. überhaupt keinen gedanken daran verschwendet, weil wir schon seit 100 jahren bei dem anbieter sind und ebenso lange newsletter über den server verschicken. aber offensichtlich hat es inzwischen eine änderung der agb gegeben, die ich verschlafen habe oder aber der anbieter sah sich gezwungen das erste mal „einzuschreiten“. aber egal.  bis hierhin war es mein fehler – mea culpa. mea maxima culpa.
die art und weise bzw. der ton dieses „informationsschreibens“, was mich dann erreichte, erinnerte mich allerdings an düsterste finanzamtsschreibenzeiten und das heisst übersetzt, dass der ton dieser „informationsmail“ für mein empfinden unter aller sau war.
„… stellt einen verstoß gegen § xy“ … „mahnen wir sie hiermit ab“ … „fordern sie auf, in zukunft … zu unterlassen“ … „fristlosen kündigung des vertragsverhältnisses und sofortigen sperrung“ … „ergreifen sie alle notwendigen maßnahmen“ …
das ist ein teil der fomulierten sahenstückchen dieses pamphlets. wohlgemerkt – das ist ein schreiben, dass ich als kunde bekommen habe. objektiv gesehen, habe ich mich nicht an regeln gehalten. aber es gibt 1o millionen wege und arten dies seinem kunden mitzuteilen, dass er im unrecht ist und eine art dies nicht zu tun. und genau diese art hat dieser dienstleister gewählt. ich frage mich allen ernstes, was man alles getrunken haben muss, um solch eine mail an einen kunden zu verschicken. ich stelle mir gerade vor, wir würden so etwas tun. und so war es einer der wenigen fälle, in denen ich mich genötigt sah darauf zu reagieren. zwar „mit schaum vorm mund“ aber in gemässigtem ton. die replik darauf waren weitere zurechtweisung mit einem link zu den agb sowie eine mailadresse an die ich mich wenden könne “ und dort noch einmal vortragen, das sie nicht mit dem informationsschreiben zwecks überlastung des mailsystems nicht gut finden“.
wer also einen todsicheren tipp sucht einen kunden loszuwerden, der sollte es genauso machen, wie dieser dienstleister. diese methode ist 100% erfolgreich – versporchen.

3 Kommentare zu “der ton macht die musik

  1. Hallo Oliver,
    in unserem technisierten Zeitalter bleibt der persönliche Kontakt leider allzu oft auf der Strecke. Niemand würde wohl diese Art Zeilen jemanden persönlich und mündlich mitteilen 🙂 Nimm`s deshalb nicht persönlich..ist es ja auch nicht. Das Gute an dieser Erfahrung ist, es selber nicht auch so zu machen. Und wenn jeder daraus lernt kann es ja nur besser werden 😉
    Gruß, Thomas

  2. hallo thomas,

    du hast recht. das sollte man nicht persönlich nehmen – was es aber nicht besser macht. selbst automatisierte schreiben lassen sich anders formulieren.

    schöne grüsse

    oliver

  3. Hallo Oliver,

    da hast du wiederum Recht. Die Kundenorientierung scheint dort wohl nicht sonderlich ausgeprägt zu sein. Dabei kostet ein nettes Wort doch gar nichts. Und bringt so viel.

    Gruß, Thomas

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