bewerbungstipps

zur zeit haben wieder eine stellenanzeige veröffentlicht. für mich anlass in dieser woche mal ein wenig über das thema bewerbungen, vorstellungen und einstellungen zu schreiben.
täglich trudeln hier zig bewerbungen ein und viele per e-mail. vielleicht liegt es an der kommunikationsart und dem medium, aber ich habe das gefühl, dass die e-mail bewerbungen – insbesondere die art der anschreiben – sich teilweise sehr, von den klassischen mappen unterscheidet, die man so tagtäglich in den händen halten kann. aber das kann auch zufall sein oder einfach meine wahrnehmung.
rechtschreibung ist ein spannendes thema. damit meine ich nicht die vertipper oder buchstabendreher. das würde ich nicht so eng sehen und zudem gibt es mit sicherheit hier im blog auch einige davon. ich meine wirklich die buchstabenaneinandereihung, die selbst das lesen schwierig macht. ich würde mir wünschen, dass ich eine erklärung dazu bekommen würde. ich sehe kein problem darin einen grund mit abzuliefern, warum das so ist. egal, ob der schreiber eine andere muttersprache hat, oder es eben nicht besser kann. das fände ich sogar sehr charmant und wäre mindestens ebenso mutig, wie die teilweise willkürliche buchstabenanordnung.
eine anrede wäre auch nicht das schlechteste. zumindest ein „hallo“ müsste in jedem fall machbar sein. sätze wie „wollte mal hören, ob die stelle noch frei ist. mfg müller“, machen nicht unbedingt lust auf mehr.
ebenso würde ich gerne wissen, mit wem ich es zu tun habe. soll heissen – ein name wäre auch nicht schlecht – und wenn es nur drei kreuze sind.
duzen ist auch ganz klasse. „habt ihr die stelle noch?“ oder „ihr habt eine anzeige, kann ich noch bei euch arbeiten“ animieren auch nicht gerade dazu, sich für eine antwort zeit zu nehmen.
dazu kommen noch eine reihe von „flüchtigkeitsfehlern“, die nicht so dramatisch sind, aber öfter vorkommen, als ich dachte. falsche namen, scheinbar keinen blassen schimmer davon habend, wer wir eigentlich sind oder was wir machen.
es geht mir hier nicht um reine formalien oder um dinge, die so sein sollten, weil man sie eben so macht – ganz im gegenteil. für mich sind es eher dinge des täglichen respektes voreinander. ein „guten tag“ sollten doch auch unabhängig von bewerbungen im alltäglichen leben normal sein. sich zu erkennen zu geben oder ein mindestmaß an distanz sind doch ebenso wünschenswert. oder bin ich einfach nur alt und spiessig (geworden)?

2 Kommentare zu “bewerbungstipps

  1. Hallo Oliver,
    ich muß gestehen, ein Schmunzeln konnte ich mir nicht verkneifen *smile*
    Da stellt man sich wirklich viele Fragen. Die erste ist natürlich, welche „Position“ du da ausgeschrieben hast, denn das würde schon einiges erklären. Die andere ist die, ob entweder der Bildungs- und Höflichkeitstandard im Laufe der Jahre nachgelassen hat oder ob es viele trotz hoher Arbeitslosigkeitsrate und zunehmender 2-Klassen-Schicht einfach doch nicht „nötig“ haben.
    Auf jeden Fall dürfen sich einige nicht wundern, wenn Sie keine Antwort bekommen;)
    Dennoch, in deren Augen bist DU dann der Bösewicht *lach*.

    Gruß, thomas

  2. hallo thomas,

    eigentlich ist es egal, um welche position es geht, denn diese standards sollten immer gelten.
    es geht übrigens um jemanden, der unseren schauraum organisiert und führt. unsere frau heinrich, die das bis jetzt gemacht hat, zieht mit uns um (auf eigenen wunsch), um den versand zu organisieren.
    und was das nötig haben angeht und die erfahrungen, die man so macht: darüber werde ich hier nicht schreiben – denn das wäre „politisch unkorrekt“

    schöne grüsse

    oliver

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