fühlen sie sich auch so oft müde und unkonzentriert? gerade bei den aktuellen witterungsbedingungen kann abhilfe geschaffen werden. fliegen mit dem staubsauger jagen. dazu benötigen sie einen handelsüblichen staubsauger sowie fliegen ohne ende. gerade letzteres sollte zur zeit kein problem sein. falls doch, hier ein insidertipp. lassen sie für einen tag wahlweise einen angekauten pfirisch und/oder ein schälchen mit katzenfutter offen in der küche stehen. in dieser kombination werden sie erfolg haben. das verspreche ich ihnen.
nun beginnen die konzentrationsübungen. stecker in die dose, staubsauger in die hand und los gehts. luschen nehmen die saugvorrichtung in die rechte hand, stellen das saugmonster auf die höchste stufe und messen sich mit fruchtfliegen. dem leicht ironischen unterton entnehmen sie, dass ich mittlerweile die schwarze klatsche in dieser sportart ersaugt habe. königsdisziplin ist eindeutig die linke rohrführung bei mittlerer saugleistung in verbindung mit wendigen mittelgrossen fliegen. wenn sie champion werden wollen, dann verbinden sie sich die augen und erwischen das fluggerät während der fortbewegung.
auch wenn sie darüber nicht lachen wollen oder können. glauben sie mir. diese übung schult bewegunsgkoordination und konzentration. dazu ist es ein heidenspass für die ganze familie. und wenn sie mehrere staubsauger ihr eigen nennen, können sie sogar einen interfamiliären kleinen wettkampf ausrufen. und ein tipp noch zum schluss – räumen sie das gute geschirr vorher von der arbeitsplatte. ihre gute laune wird es ihnen danken.
zufälle gibt es …
ich bin ein grosser fan von “ihm”. immer schon gewesen. seiner bücher fast noch mehr, als seiner filme. vor ca. 20 jahren habe ich ihm in new york mit einer tüte gummibärchen aufgelauert, wurde aber damals von seinen bodyguards daran gehindert, ihm eine deutsche spezialität zu überreichen. aber man sieht sich immer 2 mal. dieses mal in paris und zwar an meinem geburtstag. ein reservierter draussen – tisch in einem restaurant. mitten in unserem hauptgang steht er im schlapphut auf dem bürgersteig und wartet auf den wagen. gast im restaurant nebenan – was zugegebermassen noch einen stern mehr hatte. da ich von natur aus schüchtern bin, war mein erster reflex hinter der pfeffermühle in deckung zu gehen. glücklicherweise ist die chefin weniger schüchtern und zufälligerweise war sie auch anwesend. und ehe ich mich versah, war sie aufgestanden, wechselte mit ihm ein paar worte und kam mit einem beschriebenen zettelchen wieder. und fertig war die schönste gebursttagsüberraschung.
was zeigt uns das? manchmal hält das leben wunderbare zufälle für uns bereit. man muss nur mit offenen augen durch das selbige gehen.
morgen und übermorgen gibt es an dieser stelle übrigens ein paar pariser impressionen und einige persönliche lieblingsinsidertipps.
das schöne an der eifel? sie ist nur ein stündchen weg von hier. mit dem auto. und man kann dort prima spazieren gehen. manche würden auch wandern dazu sagen. aber egal ob das eine oder andere – es ist schön dort. man kann beim naturlaufen prima “runterkommen”
… oder so ähnlich. nicht dass ich spielerfrau wäre. aber der ball begleitet mich nun schon seit ich denken kann. und das ist in anbetracht meinen aktuellen alters schon eine ganze weile. angefangen hat alles als “kleiner bub”. und mit dieser redewendung schlage ich die flanke zu dem ort, wo alles seinen anfang genommen hat. tiefstes bayern. mitten im feindesland kostete es eine menge kraft der ständigen gehirnwäsche zu entrinnen. die situation war umso gehirnwäschiger, als dass ich inmitten einer fussballgruppenschau sass. und so nahm ich meinen ganzen mut zusammen, und behauptete, dass borussia mönchengladbach doch viel besser sei. warum? ich weiss es nicht mehr. damals wusste ich in meiner fussballlosen unbekümmertheit nur, dass es da noch eine andere mannschaft neben den roten göttern gab. erstaunlicherweise bin ich nicht sofort kompromisslos verprügelt worden. und diesem konditionierendem umstand ist es dann sehr wahrscheinlich auch nur zur verdanken, dass ich bei dieser mannschaft geblieben bin. wohlgemerkt. damals kannte ich die von mir das erste mal ausgesprochenen nur vom hören und ein bisschen sagen. erst später – wieder zu hause – merkte ich dann auch, dass dieser verein gar nicht so weit weg von mir war. ca. 20 kilometer um genau zu sein. seitdem trage ich die raute im herzen, wie man bei uns so schön sagt. jetzt ist es raus und offiziell. ja ich bekenne mich. ich bekenne mich zu leid, masochismus und zur gruppe derer, die sich zumindest fussballerisch chronisch benachteiligt und vernachlässigt fühlt. das alles bedeutet nämlich fan dieser mannschaft zu sein. dagegen erscheint es als schwacher trost viele jahre in den genuss der besten stadionwurst am und im altwürdigen bökelberg gekommen zu sein.
erste greifbare erinnerung dieser leiden schaffenden beziehung war der sterbende italiener auf dem rasen des bökelberges. getroffen von einer leeren coladose rettete sich inter mailand am grünen tisch vor der vorangegangenen 7:1 klatsche. das war 1971 und die zweite grüne-tisch niederlage. denn im selben jahr – nur ein paar monate früher – kündigte sich schon an, dass es ein verkorkstes werden würde. als nämlich herbert laumen anfing das stadion abzureissen. der legendäre pfostenbruch führte eben auch zu einer niederlage ausserhalb des rasens. die legendäre philosophie “wichtig is aufm platz” stimmt eben nicht immer. und schon gar nicht im falle der flotten fohlen.
das erste mal (von 2 malen) zum weinen gebracht hat mich die truppe 1976 in madrid beim legendären 1 zu 1 im viertelfinale im europapokal der landesmeister. grund war dieses mal nicht die grottenschlechte leistung des teams (im gegenteil), sondern die eines herrn kroft. seines zeichen schiedsrichter, der 2 reguläre tore nicht anerkannte und seitdem nicht mehr pfeiffen durfte. weder in einem stadion, noch durch eine trillerpfeiffe.
unzählige dauerkarten zwangen mich dazu immer und wieder fussball gucken müssen zu dürfen. pokalknaller gegen armina bielefeld vor 5 tausend besuchern waren ebenso dabei, wie heimspiele gegen die freunde aus münchen oder köln. alle wurden sie vom bökelberg gejagt. meistens. manchmal. nur ein schützenfest fand auf fremden boden statt. das legendäre heimspiel gegen die elf aus lüdenscheid. 12 buden gab es am ende. alleine jupp hatte sich 5 mal in die statistik geschossen. es ging um die meisterschaft der saison 77/78. aber mönchengladbach wäre nicht mönchengladbach, wenn dieses sentationelle ergebnis gereicht hätte. denn zeitgleich gewannen die kontrahenten aus k**** in pauli und entschieden das rennen für sich.
viele jahre emotionen, tore und stadionbratwürste zogen in`s land, bis das nächste hochlicht vor der tür stand. ein abermaliges duell gegen die erste herrenmannschaft aus madrid. 85 wurden diese mit 4 zu 0 auf die heimreise geschickt. 2 wochen später nutze jupp heynckes (damaliger trainer) die rückspielniederlage und das zwangsläufige ausscheiden des eickener dreamteams seinen abschied aus gladbach in richtung bayern zu verkünden.
dem aufmerksamen leser ist es längst aufgefallen. 1 mal weinen fehlt noch. wird sofort nachgereicht. und zwar geht es um das abschiedsspiel auf dem bökelberg 2004. zugegeben – die hütte hatte wenig mit einem stadion gemein. aber es gibt wohl nur wenige sportplätze, mit denen so viel emotionen und geschichten verknüpft sind. der drei zu null erfolg gegen 1860 war nebensächlich. zu sehr waren die knapp 35 tausend mit ihrer gänsehaut beschäftigt. eine ära ging zu ende. und eine intensive dazu. unzählige schöne und weniger schöne geschichten sind mit diesem verein verknüpft. persönliche erinnerungen ebenso wie begegnungen. ärger ebenso wie freude und natürlich die beste stadionwurst!
seitdem residiert die truppe übrigens im park zu borussia und quält sich von saison zu saison. aber wo die liebe hinfällt.
ich bleibe jedenfalls am ball.
in anschluss noch das ein oder andere erinnerungsvideo.